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„Die Berge in einer anderen Szenerie erleben“


Seine größten Erfolge feierte er im Berglauf, beim Swiss Snow Run in Arosa geht Marco de Gasperi erstmals auf Schnee zum Laufen in die Berge  – Arosa ist für den sechsfachen Weltmeister der Start in die neue Laufsaison


Vor dem Show-down in Arosa mit dem Marathon-Europameister Viktor Röthlin, dem zweifachen Powerman- Duathlon-Weltmeister Andy Sutz und dem aktuell besten deutschen Bergläufer Stefan Hubert stellt sich der sechsfache Berglauf-Weltmeister Marco de Gasperi im Interview.


Was reizt Sie speziell am Swiss Snow Walk & Run in Arosa?

Laut den Schilderungen mehrerer Lauffreunde, unter ihnen der Deutsche Timo Zeiler, ist der Anlass top organisiert und die Streckenführung wunderschön. Das Laufen in der sicherlich traumhaft verschneiten Winterlandschaft möchte ich nun auch einmal erleben. Ich bin überzeugt, dass es mir und meiner Freundin Elisa Desco viel Spaß machen wird. Der Lauf wird für uns den Start in die neue Saison darstellen.
 

Auf Grund des ausreichenden Schneefalls dürften Sie im Vorfeld die eine oder andere Trainingseinheit auf Schnee absolviert haben.

Auf jeden Fall. Laufen auf Schnee ist sehr anspruchsvoll und es muss geübt sein. Die Muskulatur verrichtet eine andere Arbeit als auf dem Asphalt oder anderem trockenem Gelände. Für Bergläufer ist es enorm wichtig, in den Wintermonaten an der Kraft zu feilen. Dieses Training wird sich im Frühling und Sommer mit Sicherheit auszahlen.


Waren Sie sich dessen schon früh bewusst?

Nein. Obwohl ich im Wintersportort Bormio wohne, mied ich lange Zeit das Laufen auf Schnee. In den vergangenen Jahren habe ich allerdings erkannt, wie nützlich diese Trainingsform ist. Wenn die Wege komplett verschneit sind, montiere ich meine Mikro-Steigeisen und absolviere lange Trainingseinheiten. Anfänglich forderte mich das Laufen auf Schnee sehr stark, jetzt macht es mir sehr viel Spaß und kann es genießen. 


Dank Veranstaltungen wie dem Swiss Snow Walk & Run stehen Läufern nun das ganze Jahr über Wettkämpfe zur Verfügung.

Das ist sehr gut. Bis vor zehn Jahren endete der Rennkalender im November und die Läufer mussten bis März, April andere Arten von Veranstaltungen wählen. Beispielsweise Cross- und Straßenläufe. Oder alternative Wettkämpfe in den Sportarten Langlaufen und Skitouren. Dank dem Swiss Snow Walk & Run und ähnlichen Anlässen können Ausdauersportler das Laufen auf Schnee testen die Berge anders als im Sommer erleben.


Einen Namen in der Laufszene machten Sie sich insbesondere als Bergläufer. 2007 holten Sie den letzten von sechs Weltmeistertiteln. Zusätzlich standen Sie mit der italienischen Mannschaft nicht weniger als elfmal auf dem obersten WM-Podest. Was brachten Ihnen diese Erfolge?

Ich hatte die große Chance, schon mit 23 Jahren ein Profi-Dasein zu führen. Als staatlich angestellter Forstwart gab es die Möglichkeit, jeden Tag zu trainieren. Mein Traum, das Hobby zum Beruf zu machen, erfüllte sich. Der nächste Schritt war, täglich zu lernen und mich zu verbessern sowie auf die Ratschläge meines Trainers und den eigenen Körper zu hören. Manchmal ging alles auf, manchmal war das Gegenteil der Fall. Ich realisierte aber schnell, dass man aus Fehlern viel lernen kann. Der letzte Weltmeistertitel war ein Ziel, an dem ich nach einer längeren Verletzungsphase mehr als ein Jahr arbeitete. Ich suchte diesen Sieg und fokussierte mich wie nie zuvor auf einen Anlass.


Seit Ihren großartigen Auftritten an internationalen Berglauf-Veranstaltungen treten Sie vermehrt als Skyrunner und in Vertikalrennen in Erscheinung. Was fasziniert Sie an diesen beiden Disziplinen?

Das ist ganz einfach. Ich bin nun 37 Jahre alt und kehre quasi zu meinen läuferischen Wurzeln zurück. Ich bin einer der Pioniere im Skyrunning. Schon als Sechzehnjähriger bin ich dort am Start gewesen. Auf technisch anspruchsvollen Wegen allein auf einen Berg hoch- oder hinunterzulaufen gibt ein anderes Gefühl als sich in einem Feld von starken Läufern auf einem schnellen Kurs in den Bergen zu messen. Beides ist faszinierend – das eine wegen der phantastischen Landschaft und der athletischen Leistung, das andere auf Grund des hohen Wettkampfniveaus.


Ein Ziel, das Sie noch anpeilen, ist der Geschwindigkeitsrekord am Mont Blanc. Wann gedenken Sie es zu verwirklichen?

Diesen Traum habe ich seitdem ich sechzehn bin. Ich denke immer wieder daran und hoffe, dass er sich eines Tages erfüllt.