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Der Türke Amet Arslan gewann im bulgarischen Sapareva Banya zum vierten Mal in Folge den Titel eines Berglauf- Europameisters. Der 24jährige gewann dabei die im jährlichen Wechsel zur Austragung kommenden Bergauf- bzw. Bergauf-bergab-Strecken jeweils zweimal und ist somit der aktuell kompletteste Bergläufer Europas. Bei den Frauen setzte sich die vom Start weg führende Französin Marie Laure Demuergues trotz zahlreicher Attacken der italienischen Konkurrentinnen Antonella Confortola und Valentina Belotti überraschend durch. Beide Mannschaftstitel gingen hingegen an Italien, das einmal mehr seine Dominanz im Berglauf-Bereich unterstrich. Das aus nur fünf Läufern bestehende deutsche Team blieb erwartungsgemäß ohne Medaille, schaffte aber dennoch auf dem eher ungeliebten Bergauf-Parcours durch Junior Fabian Alraun (PTSV Rosenheim) auf Rang 10 eine Platzierung unter den „Top 12“, die bei den Männern Manuel Stöckert (TSV Ostheim) als Dreizehnter um einen Rang verfehlte. mehr...
04. Juli 2010

Ahmet Arslan zum vierten Male Berglauf-Europameister
Italien gewinnt Mannschaftstitel bei den Männer und Frauen – Junior Fabian Alraun als bester Deutscher auf Rang zehn – Bergauf-bergab-Titelkämpfe in Sapareva Banya/ Bulgarien
14. Juli 2010

Reformen im Berglauf
Berglauf-Mannschaftsmeisterschaften werden künftig in Staffelform ausgetragen

  
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) plant eine Reform der Mannschaftsmeisterschaften im Berglauf. „Wir wollen damit den Berglauf interessanter gestalten und auch für den Berglauf-Weltverband WMRA eine Art von Testphase starten“, so Wolfgang Münzel, der DLV-Berglauf-Berater des DLV und Organisationsdirektor beim Berglauf-Weltverband WMRA. Von 2011 an sollen die Mannschaftstitel nicht mehr durch Addition von drei Einzelleistungen vergeben werden, sondern in Form eines Staffelwettbewerbs. Und damit sind die Sieger und Platzierten einfach zu ermitteln, denn dasjenige Team ist auch Mannschaftsmeister, dessen Schlussläufer als erster über die Ziellinie läuft. mehr...
15. Juli 2010

25 Jahre Swissalpine Marathon

Der Swissalpine Marathon in Davos feiert am 31. Juli das 25-jährige Bestehen. Mit einer Ausnahme wird am bewährten Laufprogramm festgehalten, geplant sind jedoch verschiedene Jubiläumsaktivitäten.

In Erinnerungen schwelgen und in Erinnerung behalten: Diese Absicht verfolgen die Organisatoren beim 25. Geburtstag des Swissalpine Marathon. So zeigt zum Beispiel eine Fotoausstellung die schönsten, eindrücklichsten und emotionalsten Bilder der vergangenen 24 Austragungen, zuerst vom 10. bis 31. Juli im Kurhaus Bergün, anschließend für ein Jahr auf der Keschhütte, die mit ihren 2632 Metern Meereshöhe das Dach des Swissalpine Marathon bildet. Ein interessantes Nachschlagewerk für Fans und Freunde des
Swissalpine Marathon bieten das Jubiläumsbuch mit dem Titel „erlebnis pur“, außerdem wurde eine DVD zusammengestellt, die die 24 Jahre Swissalpine eindrucksvoll dokumentiert.  mehr...
16. Juli 2010

Deutsche Bergläufer im Höhentrainingslager
DLV-Berglaufasse bereiten sich auf der Bettmeralp und auf Glacier 3000 auf die Saisonhöhepunkte vor
Die deutschen Bergläufer werden sich für die WMRA Long Distance Mountain Challenge 2010 am Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado (21. August) und für die Berglauf-Weltmeisterschaften (Normaldistanz) in Kamnik/ Slowenien (5. September) in zwei Höhen-Trainingsmaßnahmen vorbereiten. Unter der Leitung von Nationalmannschaftscoach Wilfried Raatz werden insgesamt 14 Athletinnen und Athleten in der Schweiz zunächst auf der Bettmeralp (Wallis) und dann unweit von Gstaad auf Glacier 3000 trainieren. Die beiden Maßnahmen sind für den Zeitraum 10. bis 31. Juli angesetzt.  mehr...
20. Juli 2010

Reizvolles Frauen-Duell am Karwendelberglauf
Großglocknersiegerin Anna Frost trifft auf Vorjahressiegerin Angela Mudge – Helmut Schiessl erklärter Favorit bei den Männern – Wie stark ist das Nachwuchsass René Stöckert?
„Narrisch steil“ nennt Veranstalter Kurt König den außergewöhnlich steilen Berglauf im Karwendelgebirge, direkt an der deutsch-österreichischen Grenze. Und er zieht Jahr für Jahr einige Topathleten mit internationaler Klasse an. Es ist zweifellos ein spektakulärerer Lauf, den der einstige Spitzenläufer Kurt König gerne mit der Streif vergleicht, die für Skifahrer das Nonplusultra bedeutet, so ist der Karwendelberglauf für Bergläufer eine nicht minder große Herausforderung. Nur dass diese nicht bergab führt, sondern ausschließlich bergauf. 1425 Höhenmeter auf 11 Kilometer Länge, das sind die Bemessungen beim Karwendellauf, 2008 sogar Austragungsort der deutschen Berglaufmeisterschaften.  mehr...
26. Juli 2010

Karwendelberglauf witterungsbedingt verlegt
Weitblick in Mittenwald: Kranzberg anstelle Karwendel
Angesichts der starken und lang anhaltenden Regenfällen vierundzwanzig Stunden vor dem Start des Karwendelberglaufes in Mittenwald haben die Organisatoren den Notfallplan aus der Schublade gezogen und eine Ersatzstrecke für den Karwendel- Berglauf präsentiert. „Die Veranstaltung heißt natürlich nach wie vor Karwendelberglauf, führt aber auf den Kranzberg“, so Veranstalter Kurt König am Sonntagmorgen am Startgelände in der Fußgängerzone Mittenwalds. Begleitet vom Beifall der rund 300 Starter, die sich natürlich auf die Herausforderung Karwendel gefreut hatten, aber durchweg mit der Entscheidung des Cheforganisators und einstigen Klasseläufers Kurt König einverstanden waren. Mithin ein Lehrstück eines verantwortungsbewussten Organisators und eines flexiblen Veranstaltungsteams.  mehr...
  
Helmut Schiessl
25. Juli 2010

Ein Nobody zeigt allen Singles den Meister am Alpinathlon

Nicht der haushohe Favorit Marc Pschebizin, sondern der in der Multisportszene (noch) unbekannte Beat Ritter hat am Samstag den Alpinathlon in St. Moritz gewonnen. Bei den Frauen triumphierte wie erwartet Nina Brenn
Das Zielbanner war zwar noch einige Meter entfernt. Dennoch stoppte Beat Ritter seinen Lauf, kniete auf den steinharten Boden und schickte ein Stossgebet gen Himmel. Ein paar Sekunden später richtete er sich wieder auf und marschierte, begleitet von seiner Frau Denise und dem erst zwölf Tage alten Sohn Nicolas, unter dem Zielbanner hindurch – den Kopf erneut nach oben gerichtet. „Danke, Vater im Himmel!“ Der gläubige Sportler aus Pontresina war den Tränen nahe. Vor Freude. Vor Anstrengung. „Ich habe jahrelang von einem Sieg geträumt. Endlich hat es geklappt.“ Dann richtete er einen besonderen Dank an seine Frau, „die mich trotz des Babys auch heute grossartig betreute“, und an all jene Personen, „die mit ihren lautstarken Anfeuerungsrufen zusätzliche Kräfte in mir freisetzten und mich zeitweise wie auf Wolken trugen“.  mehr...